Abschied vom „Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren“

Bei dem früher in der Praxis beliebten Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren handelt es sich heute um eine besondere Form der verdeckten Forderungseinlegung.

 

Damit eine wirksame Kapitalerhöhung möglich ist, müssen die förmlichen Regeln zur Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln eingehalten werden.

 

Es ist eine entsprechende Bilanz erforderlich, die nicht älter als acht Monate sein darf.

 

Soll im Rahmen des „Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren“ der Gesellschaft ausschließlich ein Darlehen auf gesellschaftsrechtlicher Grundlage gewährt werden, so ist dies in Form einer Nebenleistung und Nachschusspflicht in die Satzung aufzunehmen und notariell zu beurkunden (!).

 

An sich ist das „Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren“ zwischenzeitlich wegen Änderungen der Besteuerungsgrundlagen der Kapitalgesellschaft ohnehin nicht mehr sinnvoll.